Wie alles Begann
Na, - wo soll ich anfangen.....
Werner (mein Mann) hat eigentlich schon vor mehr als 25 Jahren davon gesprochen,
dass er am liebsten irgendwo an der Wärme mal alt werden möchte.
Damals war noch die rede von Spanien. Aber seit der EU ist - Spanien sehr teuer geworden.
Die Jahre vergingen und immer wieder kam er mit diesem Thema, jedoch spätestens wenn der Herbst ins Land zog
mit all dem Regen und vor allem dem Nebel. Dies hatte ihm einfach sehr auf sein Gemüt geschlagen.
Als er dann mit 58 Jahren, nach über 16-jähriger Tätigkeit als Geschäftsführer in einem Grossunternehmen,
so aus heiter hellem Himmel die Kündigung bekam, stand es für ihn fest, mich hält nichts mehr in der Schweiz.
In diesem Alter hast du nirgends wo eine Chance nochmals zu einem Job zu kommen.
Also musste er in den sauren Apfel beissen und sich notgedrungen selbständig machen.
Aber es hat sich bald abgezeichnet, dass die guten alten Zeiten tatsächlich für immer vorbei waren - es "Harzte".
Nein, das konnte es nicht sein sagte er:
"Dass ich bis ich 65 Jahre alt bin schufte wie ein Pferd um dann tot umzufallen.
Lieber höre ich mit 60 auf zu arbeiten, wandere aus und lebe noch 3 Jahre vom Ersparten bis ich mit 63
dann die Frührente kriegen kann."
Es war ja so oder so sein Lebenstraum, warum nicht schon etwas früher?
Nun, dass es gerade die Dom.Rep. sein musste, ist eine lustige Geschichte........
Wir waren 2 Wochen im Herbst in unserem Ferienhaus am Bielersee in Urlaub ... und nicht's als Regen Regen.
Da sagte er.... "Und es ist doch ein Grund auszuwandern, dieses elende Dreckswetter."
Ich musste ihm tatsächlich zustimmen und so kam es, dass wir wirklich ernsthaft darüber sprachen.
Ich war nämlich bis anhin immer dagegen, denn meine Wurzeln sind ganz stark in der Schweiz verankert.
Werner hatte kurz davor einen Zeitungsartikel ausgeschnitten worin 2 verschiedene Ehepaare über ihr
Auswandern in die Dom.Rep. erzählten.
Unter anderem ... Jupi nie mehr Pullover tragen etc.
Diesen Artikel zeigte er mir und meinte er würde gerne mal mit diesen Leuten Kontakt aufnehmen und schauen,
ob dies alles der Wahrheit entspräche. Im gleichen Jahr noch im Dezember flog er für eine Wochen in die Dom.Rep.
und kam absolut glücklich wie ein Kind das zum ersten Mal das Christkind gesehen hatte zurück in die Schweiz.
Ja, ja das ist es - das Paradies - so seine Worte.
Im Frühjahr darauf gingen wir, das heisst die ganze Familien in die Dom.Rep. in Urlaub und schauten uns
Land und Leute sehr genau an.
Ich muss euch sagen.... "es ist das Paradies."
Jahre vergingen und in vielen Gesprächen nahm die Geschichte Gestalt an.
Wir haben unser Haus selber geplant und gezeichnet und sogar im Masstab 1 : 20 gebaut.
So konnte ich mich mental darauf vorbereiten. Es ist ein wahnsinns Erlebnis sein eigenes Haus zu kreieren.
Finanziell wäre das in der Schweiz für unsere Verhältnisse niemals möglich gewesen.
Unserem Landverkäufer sagten wir, dass wir uns die Rechnung gemacht hätten und nur für höchstens 2'000m² Land
das Geld zur Verfügung hätten.
Er überlegte sich die Sache über Nacht und am anderen Tag machte er uns das Geschenk des Lebens.
Er gab uns 4'000m² Land zum abgemachten Preis von 2'000m².
Ist das nicht absolut unglaublich?
Ich suchte lange nach einem Hacken, aber fand damals keinen.
Mittlerweile wurde der Hacken gefunden, aber dies ist eine andere Geschichte.
Beide unsere Söhne wie auch der Sohn aus erster Ehe von Werner, wie auch meine beste Freundin
waren begeistert und wollten ebenfalls mitkommen.
Da musste ich natürlich nicht mehr studieren und die Sache war perfekt.
Ich hätte ja dann alle meine Liebsten wieder um mich.